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Mannheim, Nationaltheater Mannheim, DIE WALKÜRE – Richard Wagner, IOCO Kritik, 23.07.2022

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Uschi Reifenberg
23. July 2022
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Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

NTM Nationaltheater Mannheim © Christian Kleiner
NTM Nationaltheater Mannheim © Christian Kleiner

DER RING DES NIBELUNGEN – Richard Wagner

– DIE WALKÜRE – 17.07.2022 – Das Gold des Orchesters – Der Ring aus einem Guss –

von Uschi Reifenberg

DAS  MUSIKDRAMA  ALS  KAMMERSPIEL UND  DIE  VERWUNDETE  KLARINETTE

Richard Wagner Büste © IOCO
Richard Wagner Büste © IOCO

Nach der Rheingold-Premiere, link HIER, feierte am Nationaltheater Mannheim nur eine Woche später Die Walküre, der erste Tag des Bühnenfestspiels von Richard Wagners   Der Ring des Nibelungen ihre Premiere.

Als letzte Vorstellung der Spielzeit im „alten NTM wird die Götterdämmerung den „Sanierungs-Ring“ komplettieren und das Publikum über die langjährige Schließung des Theaters hinwegtrösten und -begleiten. Auch Generalmusikdirektor Alexander Soddy verabschiedet sich mit Wagners  monumentalen Weltendrama von Mannheim und mobilisiert zusammen mit dem Orchester noch einmal alle Energien für ein letztes Grossereignis, was bis zur Halbzeit blendend gelungen ist.

Eine zyklische Aufführung, also alle vier Teile des Ring innerhalb weniger Wochen oder Tage zu erleben, bietet einen umfassenden Blick auf das gewaltige Werk und lässt eine Sogwirkung entstehen, der man sich schwer entziehen kann und will. Ein solches „Wagner-intensiv-Erlebnis“, das in herausgehobener Atmosphäre das Eintauchen in den Wagnerschen Kosmos ermöglicht, verspricht sowohl höchsten Genuss als auch Erkenntnisgewinn. Unwillkürlich stellt sich der Serieneffekt ein. Mit jeder neuen Aufführung steigt die Spannung, will man hören und sehen wie es weitergeht …

Die Regisseurin Yona Kim und ihr Team entwickeln in der Walküre konsequent weiter, was sie im Rheingold begonnen hatten. Die Fokussierung auf das Orchester als  „allwissender Erzähler“ steht wieder im Zentrum sowie die verschiedenen Instrumente, die  als personalisierte und symbolische Bedeutungsträger auf der Bühne und im Graben die musikalische Aussage verstärken und greifbarer machen sollen. Einer eindeutigen Interpretation enthält sich die Regisseurin, sie gibt lediglich thematische Hinweise, Assoziationen, macht Andeutungen und verzichtet auf spektakuläre Bühneneffekte. Für die entscheidenden Wendepunkte des Dramas, die Dialoge Wotans mit Brünnhilde und Fricka, wird die Spielfläche verengt, die Konzentration auf Text und Musik verstärkt.

Nationaltheater Mannheim / DIE WALKÜRE hier Jelena Kordic als Fricka, Patrick Zielke als Hunding, Renatus Mészár als Wotan © Christian Kleiner
Nationaltheater Mannheim / DIE WALKÜRE hier Jelena Kordic als Fricka, Patrick Zielke als Hunding, Renatus Mészár als Wotan © Christian Kleiner

Projektionen (Video: Benjamin Jantzen) und die Livekamera (Benjamin Lüdtke) sorgen für perspektivische Erweiterungen, zeigen Abseitiges. Parallel dazu erhält die Familien- respektive WotanTragödie besonderes Gewicht, ebenso die Welt der Menschen, die den Göttern nun zu Hilfe eilen sollen, da diese in unentwirrbaren Verstrickungen und Selbstbetrug gefangen sind. Der Held in Freiheit als Erlöser erscheint als einziger Ausweg aus der tragischen Situation Wotans, ist aber ebenfalls zum Scheitern verurteilt wie der vorbereitete Inzest-Plan seines Zwillingspaars Siegmunds und Sieglindes.

Yona Kim gibt im 1.Akt wieder den nach hinten geöffneten Bühnenraum frei (Bühnenbild: Anna-Sofia Kirsch) mit dem Kettenvorhang als Projektionsfläche und den Instrumenten-Requisiten, welche die Szenen bebildern. Die Figuren werden in ihren spannenden Auseinandersetzungen gezeigt, es entstehen  kammerspielartigen Szenen auf fast leerer und dunkler Bühne. So dringt man unabgelenkt auf die inneren Dramen vor, entblößen sich in den Dialogen die Protagonisten bis in die Tiefenschichten ihrer Seelen.

Nationaltheater Mannheim / DIE WALKÜRE © Christian Kleiner
Nationaltheater Mannheim / DIE WALKÜRE © Christian Kleiner

In einem Schattenriss sieht man zunächst Hunding, der sich mit eiskaltem Blick und beflecktem grauen Anzug als Sadist entpuppt. Hunding ist bereits bei Siegmunds Ankunft präsent und scheut keine Gewalt, nicht einmal die Zerstörung von Instrumenten. Ein blutiges Seil dient ihm als Waffe, dieses setzt er als Peitsche oder Fessel ein, am Ende des 2. Aktes wird er damit Siegmund erdrosseln. Seine Frau Sieglinde hält er in einer Spirale der Unterdrückung  gefangen. Patrik Zielke hat sich in den Fiesling Hunding verwandelt und sorgt mit stimmlicher und darstellerischer Intensität und einer gefährlich lauernden Haltung für Gänsehaut. Seinem wandlungsfähigen Bass mischt nicht nur in der Konfrontation mit Siegmund dunkel-bedrohliche Farben bei, mächtig auftrumpfend erhebt sich seine tragfähige Stimme bei „Fort aus dem Saal“.

Siegmund, Sieglinde und Hundingsitzen zu Beginn des 1. Aktes  auf  Schemeln und blicken  weitestgehend ohne Interaktionen Richtung Zuschauerraum, in ihrer Statuarik und Bewegungslosigkeit eine verstörende Konstellation. Siegmunds Erzählung „Friedmund darf ich nicht heißen“, wird von den beiden anderen Akteuren fast mit Desinteresse aufgenommen. Das Liebeserwachen zwischen Siegmund und Sieglinde findet nur im Cello-Solo statt, das die zaghaften Gesten und innigen Blicke übernimmt und berückend schön in Klang umsetzt. Ein Schwert ist ebenfalls nicht vorhanden, es existiert nur als Leitmotiv in den Bläsern. Sieglinde hält eine „halbe“ Klarinette schützend im Arm, die einen blutigen Verband trägt, vor der Liebesszene mit Siegmund wird das fehlende Instrumententeil dann aufgesteckt, die beiden Hälften haben sich wiedergefunden, sie sind -im platonischen Sinne- Eins geworden.

Hundings Schlaftrunk wird als Projektion gezeigt, dann fällt er betäubt auf ein Cello. Jetzt erst kommt Leben in das Zwillingspaar, entstehen Aktionen und Berührungen.

Das „Frühlingserwachen“ des Wälsungenpaares wird wieder fast ausschließlich dem Orchester überlassen, zwei Leinwände dienen Siegmund und Sieglinde als Hintergrund für ihre  „Arien“ „Winterstürme wichen dem Wonnemond“ und „Du bist der Lenz“, dann verschmelzen die Wände ineinander und das farbenfrohe Bild „Geschwister“ des expressionistischen Malers Max Beckmann wird projiziert, welches das Wälsungenpaar in körperlicher Vereinigung zeigt, getrennt durch ein Schwert. Das „blühende Wälsungenblut“, die Zeugung Siegfrieds, wird von Wotan fast hautnah überwacht, soviel Indiskretion treibt einem fast schon die Schamröte ins Gesicht. Aber es wird spätestens jetzt klar: Wotan hat alles eingefädelt.

Jonathan Stoughton erscheint als verwundeter Außenseiter, singt den Siegmund mühelos, mit biegsamem und leicht ansprechendem, heldischen Tenor, üppig tragendem Klang, kraftvoll strahlend und absolut höhensicher. Seine Aufrichtigkeit und Verletzlichkeit offenbart er bei „gehr’t ich nach Wonne, weckt ich nur Weh … “, in den „Winterstürmen“ spannt er weite Phrasen, singt die Höhepunkte emphatisch aus, die Wälserufe haben ideales „Timing“. Im 2.Akt steigert er sich in der „Todesverkündigung“ zu heldischer Größe.

Nationaltheater Mannheim / DIE WALKÜRE hier Renatus Mészár als Wotan, Jonathan Stoughton als Siegmund, Viktorija Kaminskaite als Sieglinde © Christian Kleiner
Nationaltheater Mannheim / DIE WALKÜRE hier Renatus Mészár als Wotan, Jonathan Stoughton als Siegmund, Viktorija Kaminskaite als Sieglinde © Christian Kleiner

Viktoria Kaminskaite als seine „Schwester und Braut“ Sieglinde steht ihm in nichts nach. Äußerlich erscheint sie zunächst eher bieder, mit verkrampfter Körpersprache, befreit sich aber in der Begegnung mit Siegmund immer mehr von ihren Fesseln und wächst zur bedingungslos liebenden Frau. Ihr variabler jugendlicher Sopran lodert bei „Du bist der Lenz“ glutvoll und farbenreich, ihre Spitzentöne entstehen organisch aus der Gesangslinie, in welche sie wunderbar eingebunden sind, in der Szene im 2. Akt „Horch, die Hörner“ steigert sie sich zu wahnhafter Größe, das „O Hehrstes Wunder“ im 3. Akt wird  zum strahlenden Höhepunkt.

Große Momente bietet der 2. Akt, Kammerspiel-Szenen, changierend zwischen Wotans Selbstreflexion, Aufbegehren sowie dem Eingeständnis des Scheiterns, das zur Resignation und dem Ende aller Utopien führen muss. Wotans siegessicherer Auftritt im 2. Akt strotzt vor Selbstgefälligkeit und Kampfeslust, zwischen ihm und seiner Lieblingstochter Brünnhilde besteht eine umfassende geistige und körperliche Bindung, auch nimmt er es nicht so genau mit väterlichen Grenzen, Inzest ist in der Götterwelt so üblich, wenn er ihr „den kindischen Mund Kost“, wird klar, sie ist „seines Wunsches schaffender Schoss“.

Im 2. Akt begleiten Flügel als wichtige Instrumente die Handlung. Fricka wird auf einem Flügel sitzend statt auf einem „Widdergespann“ hereingefahren, zur Flucht des Liebespaares erscheint eine riesige Klaviertastatur, Siegmund und Sieglindeliegen bei der Todesverkündigung auf einem Flügel, ein vielfältig einsetzbares Instrument und Möbelstück.

Fricka hat deutlich an Profil gewonnen, sie präsentiert sich als attraktive und selbstsichere Göttergattin, die Regeln und gesellschaftliche Werte achtet und die ihren Mann trotz seiner vielen Seitensprünge liebt. Mit unbestechlicher argumentativer Rigorosität und süffisantem Lächeln entlarvt sie den Selbstbetrug Wotans, demütigt ihn und verpasst ihm als Krönung ihres Triumphes einen Schlag mit der Handtasche. Zurück bleibt ein gebrochener Gott, der erst in der Aussprache mit Brünnhilde wieder zu sich selbst finden kann.

Jelena Kordic als Fricka überzeugt mit Haute Couture und vokaler Eleganz, ihr heller und voluminöser Mezzosopran  klingt schmeichelnd und mit verführerischem Timbre bei „Deiner ew‘gen Gattin“, dann wieder energisch auftrumpfend, kultiviert und ausgewogen führt sie die Stimme im tieferen Register, die sichere Höhe glänzt obertonreich, besonders bei „die Gattin entweiht er nicht so“.

Brünnhilde ist eine ideale „Wunschmaid“ ein zierliches blondes Mädchen, schwarz gekleidet (Kostüme: Falk Bauer), zart besaitet, mit Brünne und Geigenbogen, den sie wie ein Schwert führt.

„Mit mir nur rat‘ ich, red‘ ich zu Dir“, die radikale Selbstentäusserung Wotans wird zu einer der Kernszenen. Vater und Tochter liegen beisammen, in völligem Dunkel, dicht aneinandergeschmiegt, die Gesichter videotechnisch vergrößert, ein Bild voller Intimität, Nähe und Zärtlichkeit. Dieses symbiotische Verhältnis wird aufgebrochen, wenn Brünnhilde sich emanzipiert, sich gegen den Vater stellt. Der „herrische Gott“ wird seiner ambivalenten Gefühle nicht Herr, er ohrfeigt in seiner Verzweiflung sogar seine „Schildmaid“ bevor er, begleitet von Blechblasinstrumenten, davonstürzt. Eine starke Szene.

Zum martialischen Vorspiel des 3. Aktes, dem „Walkürenritt“, eine der am häufigsten zitierten  Kompositionen der Musikliteratur, sieht man im Bühnenhimmel aufgehängte Reitsättel, die sich auf-und abwärts bewegen. Sie gehören zu den acht Walküren, die hier als geklonte Fechtmeisterinnen auftreten, stramm mit ihren Floretten an der Rampe stehen und ihre virtuosen  „Hojotoho“-Rufe enthusiastisch ins Publikum schmettern, was ihnen wirklich ausgezeichnet gelingt.

Die letze entscheidende Auseinandersetzung zwischen Wotan und Brünnhilde macht die Tragik des traurigen Gottes erlebbar und zeigt bei aller Qual die Liebeshoffnung, die sich beide bewahren.

Nationaltheater Mannheim / DIE WALKÜRE hier Benjamin Lüdtke Livekamera, Viktorija Kaminskaite als Sieglinde, Patrick Zielke als Hunding © Christian Kleiner
Nationaltheater Mannheim / DIE WALKÜRE hier Benjamin Lüdtke Livekamera, Viktorija Kaminskaite als Sieglinde, Patrick Zielke als Hunding © Christian Kleiner

Renatus Mészár ist ein charismatischer und viriler Göttervater, stark in der Darstellung, mit charakteristischer Stimmfarbe und reicher Ausdruckspalette. Er hat den Wotan bis in die letzten Seelenregungen durchdrungen, färbt jede Phrase nuanciert, besticht mit blendender Deklamation und besitzt ausreichend Kondition für den großen Abgesang beim Feuerzauber „Leb wohl, du kühnes, herrliches Kind“. Meszar spannt den Bogen von sensibler Innerlichkeit mit fein abgestuften Lyrismen „Der Auge leuchtendes Paar“, bis zu herrischen dramatischen Ausbrüchen „Ha, Freche du“, besonders eindrucksvoll geraten die resignativen Entscheidungen, die der Weltordnung eine neue Richtung geben werden „Nur eines will ich noch:das Ende“.

Lise Lindstrom ist als Brünnhilde eine blendende und jugendliche Erscheinung, verständlich dass sie die Verkörperung von Wotans Wille darstellt. Selten hört man die Hojotoho Rufe zu Beginn des 2.Aufzuges so jubilierend, strahlend und mühelos. Ihr dramatischer Sopran klingt in der Höhe gleißend, ohne Schärfe, die Mittellage ist leicht ansprechend, ihr klangschöner Sopran trägt bestens und wird immer unforciert und natürlich geführt. Lindstrom ist keine kraftstrotzende Heroine, sondern ein einfühlsames und sympathisches junges Mädchen. Ihre Gestaltung lässt  viel Potenzial für die Entwicklung dieser Figur bis zur Götterdämmerung erkennen.

Wenn Brünnhilde von Wotan in „festen Schlaf“ verschlossen wird, muss sie die Position eines Denkmals in kniender Haltung auf einem Sockel einnehmen, umringt von Blasinstrumenten als Feuerring. Die preußische Pickelhaube auf dem Kopf, eine Augenbinde, ein Schild in der einen Hand, den Geigenbogen in der anderen. Man hofft, dass sie bis zur Erweckung durch Siegfried in dieser Position durchhält.

Das Walküren-Oktett Estelle Kruger, Frédérique Friess, Rebecca Blanz, Marie-Belle Sandis, Linsey Coppens, Jelena Kordic, Katharina von Bülow und Julia Faylenbogen  präsentierten sich stimmstark, homogen und bestens aufeinander abgestimmt.

Alexander Soddy erweist sich zweifellos als Ring-Dirigent von Format. Gemeinsam mit dem  Nationaltheater Orchester beschwört er pure Wagner Magie aus dem Graben, mit wunderschön durchgeformten Instrumentalsoli, kammermusikalischer Transparenz, fein strukturiert und farbintensiv und in bester Balance mit den Sängern. Rauschhafte Überwältigungsmusik erklingt beiWotans Abschied“, opulente Motivschichtung, kompakte Grundierung vom tiefen Blech ohne vordergründiges Pathos, ein geerdeter Klang von Tuba und Posaunen, der ins flirrend-glänzende Feuerzauber Motiv übergeht, Soddy entfaltet einen pastosen Feuerzauber, mit weit spannungsgeladenen Bögen, voller Tragik und Sehnsucht.

Nach so viel purem Wagner-Glück spendete das Publikum Soddy, den Sängern und dem Orchester lange frenetischen Beifall, für die Regie mischten sich hörbare Buhs in den Applaus.    Man darf sich auf den Siegfried freuen.

—| IOCO Kritik Nationaltheater Mannheim |—


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