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Berlin, Staatsoper im Schiller Theater, Festtage 2013 – Daniel Barenboim und Rolando Villazón, IOCO Kritik, 26.03.2013

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Gilberto Giardini
29. March 2013
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Staatsoper im Schiller Theater

Berliner Philharmonie

Berliner Philharmonie © Schirmer / Berliner Philharmoniker
Berliner Philharmonie © Schirmer / Berliner Philharmoniker

 

Lindenoper – FESTTAGE 2013

Symphoniekonzert – Daniel Barenboim und Rolando Villazón

Staatsoper Berlin / Daniel Barenboim © Holger Kettner
Staatsoper Berlin / Daniel Barenboim © Holger Kettner

Innerhalb der Staatsoper Festtage 2013 fand am 26.03.2013 in der Berliner Philharmonie das zweite der insgesamt fünf Konzerte statt. Zu hören an diesem Abend die Staatskapelle Berlin unter der Leitung des GMD der Berliner Staatsoper Daniel Barenboim mit Musik von Giuseppe Verdi und Igor Strawinsky.

Brillant wurde das Konzert mit der Ouvertüre zu I vespri siciliani (Sizilianische Vesper) von Verdi eröffnet.

Mit Temperament und großem Gefühl dirigierte Barenboim das Symphonieorchester und ließ es zu wahrlich prachtvollen Klängen erblühen.

Es folgten, gesungen von dem Tenor Rolando Villazón, vier Romanzen aus Otto Romanze di Verdi. Hierbei handelte es sich um die bearbeitete Version von Luciano Berio (1925-2003) von acht der 26 Romanzen von Giuseppe Verdi. Ursprünglich für Singstimme und Klavier komponiert, adaptierte Berio 1990 die Romanzen für Tenor und Orchester. Es ist eine interessante Mischung aus einer „verdianischen“ und einer aus dem 20. Jahrhundert entsprungenen Klangwelt – bei manchen Romanzen sind sogar Ähnlichkeiten zu Saint-Saëns „Samson et Dalila“ oder Wagners „Lohengrin“ zu erkennen.

Staatsoper Berlin / Rolando Villazon © Holger Kettner
Staatsoper Berlin / Rolando Villazon © Holger Kettner

Mit großer Gestik und viel Leidenschaft, auch wenn anfänglich etwas zögerlich, sang Rolando Villazón mit schöner Stimme die Romanzen und gestaltete nuanciert deren unterschiedliche Stimmungen. Besonders schön seine Interpretation von „Deh, pietoso, oh addolorata“. Insgesamt vermisste man jedoch leider etwas von seiner stimmlichen Durchschlagskraft und auch die tieferen Töne klangen etwas unsicher und schwach.

Zum Abschluss seiner etwas kurzen Darbietung sang der sympathische und immer zum Scherzen aufgelegte Tenor als Zugabe noch zwei weitere Verdi Romanzen, „Il poveretto“ und „Brindisi“, diesmal vom Maestro Barenboim selbst am Flügel begleit.

Mit „Le Sacre du Printemps“ (Die Frühlingsweihe) von Strawinsky ging es nach der Pause im zweiten Teil des Konzerts weiter. Das immer wieder gern gespielte und hier zu seinem 100. Geburtstag präsentierte Werk beeindruckte durch eine meisterliche Ausführung. Ausdrucksreich und mitreißend spielten die Musiker der Berliner Staatskapelle und boten einen wundervollen opulenten Klangteppich, der das Publikum begeisterte. Bravo!

Staatsoper Berlin / Rolando Villazon © Holger Kettner
Staatsoper Berlin / Rolando Villazon © Holger Kettner

Mit viel Beifall für das Symphonieorchester und seinen Leiter Daniel Barenboim endete dieser insgesamt sehr genussreiche, musikalische Abend.  IOCO / Gilberto Giardini / 26.03.2013

—| IOCO Kritik Berliner Philharmoniker |—


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