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ARRIGO BOITO OPERA MEFISTOFELE

Arrigo Boito

Mefistofele

Arrigo Boito nach Goethes Faust

Bemerkung

Oper in einem Vorspiel, 4 Akten und einem Nachspiel

Ort Zeit

Im Paradies, in Deutschland, wie auch das antike Griechenland. Zeit Spätmittelalter, antike Griechenland. Uraufführung am 5.3.1868 in Mailand. Erstaufführung der revidierten Fassung am 4.10.1875 in Bologna

Personen

Mefistofele / Mephisto (Baß), Faust (Tenor), Margherita / Margarete (Sopran), Marta (Mezzosopran), Wagner (Tenor), Elena / Helena (Sopran), Pantalis (Alt), Nereo / Nereus (Tenor), Chorus mysticus, himmlische Heerscharen, Büßer, Büßerinnen, Spaziergänger, Armbrustschützen, Jäger, Landleute, Studenten, Volk, Hexen, Choretiden, Sirenen, Doriden, Koryphäen, Griechen, Krieger, Cherubim

Handlung

Prolog. Die Engel preisen im Paradies die Macht und Weisheit Gottes. Auch Mefistofele hat sich unter die Engel gemischt, verspottet jedoch ihre Gottespreisungen. Für ihn sind die Menschen verkommen und keine göttliche Schöpfung. Daraufhin nennt ihm Gott als Beispiel den Gelehrten Faust, der auf seinem gottesfürchtigen Weg nach der Wahrheit sucht. Mefistofele wettet mit Gott um Fausts Seele, dass er diesen von seinem Weg abbringen werde.

1. Akt. In Frankfurt. Es ist Ostersonntag und auf den Strassen der Stadt feiert das Volk den Feiertag. Viele Menschen sind unterwegs und geniessen einen Spaziergang bei dem frühlingshaften Wetter. Auch Faust und sein Famulus Wagner sind darunter. Bei ihrem Spaziergang wird Faust auf einen Franziskanermönch aufmerksam, der ihm ein wenig sonderbar vorkommt. Doch sein Famulus Wagner kann nichts Ungewöhnliches an diesem erkennen. Wieder zurück in seiner Stube, setzt sich Faust an sein Bibelstudium.

Doch kurz darauf, wird er von dem Mönch, den er vorher auf der Strasse gesehen hatte unterbrochen. Er gibt sich ihm als Mephisto zu erkennen. Er bietet Faust seine Dienste an, doch als Gegenleistung möchte er seine Seele haben. Faust ist mit diesem Vertrag einverstanden, wenn Mephisto es schafft, ihm nur für einen kurzen Zeitraum vollkommenes Glück zu verschaffen. Er müsse so ein Glück verspüren, dass er in diesem Moment verweilen möge.

2. Akt. Faust, nun durch den Pakt mit Mephisto wieder jung und hübsch, macht sich an Margarete heran. Er stellt sich als Heinrich vor. Währenddessen ist Mephisto mit der Nachbarin Martha zugange. Margarete, die sich in den jungen Mann verliebt, ist bereit ihn in der Nacht zu sich zu lassen. Faust hat auch schon eine Lösung für das Problem mit Margaretes Mutter. Er gibt ihr einen Schlaftrunk, den sie ihrer Mutter vor dem Schlafengehen verabreichen soll. So können sie die Nacht ungestört miteinander verbringen. Mephisto führt Faust auf den Brocken im Harz, wo der Hexensabbat stattfinden wird. Während des Aufstiegs hat Faust quälende Visionen, die sich weiterhin verstärken. Die Hexen und Hexenmeister begeistert über den Besuch ihres angebeteten Herrn, tanzen um diesen herum. Faust plagen weiterhin Visionen, in denen vor allem die Erscheinung eines gefesselten Mädchens ihn quälen und ihn an Margarete erinnern, die er verlassen hatte.

3. Akt. Margarete liegt im Kerker, da sie beschuldigt wird ihre Mutter vergiftet und ihr neugeborenes Kind ertränkt zu haben. Mit Furcht erwartet sie ihre Hinrichtung, als Faust und Mephisto in den Kerker eindringen. Sie sind gekommen, um Margarete zu befreien, aber Margarete ist erschrocken über den Gefährten ihres Geliebten und erkennt in ihm das Böse. Sie weigert sich daher mit Faust zu fliehen, der sie in dieses Verderben geführt hat. Sie bittet Gott um Vergebung für ihre Sünden, und stirbt in den Armen Faust’s. Himmlische Stimmen verkünden ihre Rettung.

4. Akt. Mephisto bringt Faust ins antike Griechenland, wo er ihm Helena zeigt, die schönste aller Frauen. Sie besingt mit ihrer Gefährtin Pantalis die schöne Mondnacht. Faust hin und weg von der Schönheit, verliebt sich in Helena und macht ihr den Hof. Auch Helena erwidert seine Liebe. In ihrem Liebestaumel träumen beide von ihrer herrlichen Zukunft. Doch auch dieses Glück ist für Faust ohne Bestand. Er verlässt Helena und kehrt heim, da ihm das Leben keine Ruhe geben mag.

Epilog. Faust, wieder zurück in seiner Stube, hat seine alte und müde Gestalt angenommen. Nichts von dem was ihm Mephisto angeboten hat, hat ihm den Moment der vollkommenen Erfüllung gegeben. Nicht die Momente mit Margarete, nicht die mit Helena. Der Pakt mit Mephisto kam nicht zustande. Langsam begreift Faust aber, dass nur in der Liebe zu Gott die vollkommene Erfüllung zu finden ist. Ergriffen von dieser Erkenntnis bittet er Gott um Vergebung und findet diese bei dem Barmherzigen.
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Peter Schlang
23. June 2019
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