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Linz, Landestheater Linz, Romeo und Julia und mehr, IOCO Aktuell, 18.05.2021

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18. May 2021
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler
Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz – blüht auf – In  Schönheit und Vielfalt

Vier Premieren – in fünf Tagen

  • 1. LIEDER FÜR EINE NEUE WELT   –  MUSIK UND GESANGSTEXTE VON JASON ROBERT BROWN  Premiere: 19. Mai 2021, 19.30 Uhr | Großer Saal Musiktheater Musikalische Leitung: Tom Bitterlich,  Inszenierung, Choreografie, Bühne: Simon Eichenberger
  • 2. CREDO (UA)  –  TANZSTÜCK VON URS DIETRICH
    Premiere: 21. Mai 2021, 20.00 Uhr | BlackBox Musiktheater, Inszenierung und Choreografie: Urs Dietrich
  • 3. I CAPULETI E I MONTECCHI  –  Romeo und Julia – TRAGEDIA LIRICA IN ZWEI AKTEN VON VINCENZO BELLINI,  Premiere: 22. Mai 2021, 19.30 Uhr | Großer Saal Musiktheater, Musikalische Leitung: Enrico Calesso,  Inszenierung: Gregor Horres
  • 4. DIE KATZE, DIE IHRE EIGENEN WEGE GING (UA) KAMMER-MUSIKTHEATER FÜR ALLE AB 6 JAHREN VON MIKE SVOBODA,  Premiere: 23. Mai 2021, 15.00 Uhr | FoyerBühne Musiktheater, Inszenierung: Sabine Sterken

I CAPULETI E I MONTECCHI  –  ROMEO UND JULIA

TRAGEDIA LIRICA IN ZWEI AKTEN  –  VINCENZO BELLINI

Premiere Samstag, 22. Mai 2021, 19.30 Uhr  Großer Saal Musiktheater, Die weiteren Vorstellungstermine: 6., 9., 12., 16., 19., 21. Juni, 1., 8. Juli 2021

Zum Stück: Vincenzo Salvatore Carmelo Francesco Bellini (1801 – 1835) – Die Belcanto-Version von Vincenzo Bellini der tragischen Liebesgeschichte des legendären Veroneser Liebespaars Romeo und Julia ist von allen musikalischen Bearbeitungen vielleicht die wirkungsmächtigste geblieben. Felice Romani greift mit seinem Opernlibretto, das nicht auf der in Italien wenig bekannten Shakespeare-Version, sondern auf der Novellenliteratur der Renaissance beruht, mitten hinein in ein Geschehen, das bereits seinen Lauf genommen hat. Romeo hat den Bruder Julias getötet, Tebaldo soll Rache an ihm nehmen und Julia heiraten. Lorenzo, hier ein Arzt, versucht vergeblich, Frieden zwischen den Konfliktparteien zu stiften oder die Flucht der Liebenden zu ermöglichen. In einer Nahaufnahme der letzten 24 Stunden loten Komponist und Autor die Gefühlswelt ihrer Figuren aus. Mit emotional packenden Melodien, zu einem elegisch-melancholischen Sog verbunden und von keinem heimlichen Liebesglück unterbrochen, führt Bellini in seiner sechsten und 1830 im Theater La Fenice in Venedig uraufgeführten Oper seine Protagonist*innen einem unversöhnlichen, aber ergreifenden Opernfinale zu.

Das himmlische Teatro La Fenice in Venedig © IOCO
Das himmlische Teatro La Fenice in Venedig © IOCO

Musikalische Leitung  Enrico Calesso, Inszenierung Gregor Horres, Bühne Elisabeth Pedross, Kostüme Yvonne Forster, Video Jonatan Salgado Romero, Choreografie Ilja van den Bosch, Dramaturgie Katharina John, Chorleitung Elena Pierini, Leitung Extrachor Martin Zeller, Nachdirigat Claudio Novati,

Capellio, Oberhaupt der Capuleti und Vater Giuliettas  Dominik Nekel, Giulietta  Ilona Revolskaya / Elena Gorshunova, Romeo, Führer der Montecchi  Anna Alàs i Jové,  Tebaldo, Parteigänger der Capuleti Joshua Whitener / Mathias Frey,  Lorenzo, Arzt und Vertrauter Capellios  Michael Wagner

Herrenchor des Landestheaters Linz, Herrenextrachor des Landestheaters Linz, Statisterie des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

BIOGRAFIEN

ENRICO CALESSO   –  MUSIKALISCHE LEITUNG

Enrico Calesso wurde in Treviso (Italien) geboren und studierte Klavier in Venedig am dortigen Konservatorium bei Anna Colonna Romano. Parallel dazu schloss er 1998 sein Philosophiestudium bei Emanuele Severino an der Universität Venedig mit Auszeichnung ab. Anschließend besuchte er die Dirigierklasse von Uroš Lajovic an der Universität Wien. Wichtige Erfahrungen sammelte er auch als Assistent von Ulf Schirmer. 2008 übernahm Enrico Calesso für drei Jahre die musikalische Leitung der Oper Klosterneuburg (bei Wien) und warvon 2007 bis 2010 am Theater Erfurt als Kapellmeister tätig. 2010 wechselte er als Erster Kapellmeister an das Mainfranken Theater Würzburg. Im Jahr darauf wurde er dort zum Generalmusikdirektor ernannt.

Enrico Calesso dirigierte unter anderem das Orchestra Filarmonica della Fenice Venezia, die Wiener Symphoniker, das Radio Symphonie-Orchester Wien, die Berner Symphoniker, das Orchestre Symphonique de Mulhouse, die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, die Norddeutsche Philharmonie Rostock, das Philharmonische Orchester Erfurt, die Nordwestdeutsche Philharmonie, die Jenaer Philharmonie, die Filarmonia Veneta Malipiero sowie das Philharmonische Orchester Rzeszów. In der Spielzeit 2016/2017 stand er zum ersten Mal am Pult des Bruckner Orchesters Linz, des Haydn Orchesters Bozen und der Neuen Philharmonie Westfalen. Nach seinem erfolgreichen Debüt an Venedigs Teatro La Fenice kehrte er 2017 mit der musikalischen Leitung von La Traviata dorthin zurück. Am Landestheater Linz übernahm er erstmals 2016/2017 die musikalische Leitung von Mozarts Don Giovanni. Mit Verdis Il Trovatore (2019/2020) und Bellinis I Capuleti e i Montecchi setzt das Landestheater die erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Seit Beginn der Saison 2020/2021 ist Enrico Calesso ständiger Gastdirigent am Landestheater Linz.

Julia, hier ganz zu Hause im Casa di Giulletta von Verona © IOCO
Julia, hier ganz zu Hause im Casa di Giulletta von Verona © IOCO

Julia, hier als Attraktion im Casa di Giullietta von Verona Foto IOCO

GREGOR HORRES  –  INSZENIERUNG

Der deutsche Regisseur Gregor Horres studierte zunächst Kunstgeschichte. 1991 wurde er Assistent von Karl Kneidel und Gerd Heinz am Staatstheater Darmstadt und wechselte mit diesem Team 1993 nach Freiburg, wo er begann, selbst Regie zu führen.1998 wurde er Oberspielleiter des Theaters Bielefeld. In dieser Zeit inszenierte er unter anderem Orpheus und Eurydike (Gluck), Hänsel und Gretel(Humperdinck), Die Meistersinger von Nürnberg (Wagner), Rusalka (Dvo?ák), Carmen (Bizet) und Die Zauberflöte. Als Gastregisseur war er bei den Freilichtspielen Tecklenburg (Benatzky: Im Weißen Rössl), an der Oper Ljubljana, Slowenien (Ullmann: Der Kaiser von Atlantis), an den Vereinigten Bühnen Mönchengladbach-Krefeld (Rihm: Oedipus) und bei den Opernfestspielen Savonlinna, Finnland (Offenbach: Les Contes d’Hoffmann). Als freier Opernregisseur inszenierte er ab der Spielzeit 2005/2006 La Traviata (Verdi),Der Kreidekreis(Zemlinsky),Einstein(Dessau) und Un ballo in maschera (Verdi) an verschiedenen deutschen Bühnen. In den letzten Jahren kamen dazu: Manon Lescaut (Puccini) in Regensburg, Lucia di Lammermoor (Donizetti) in Biel, Der fliegende Holländer (Wagner) und Die Frau ohne Schatten (R. Strauss) in Mannheim, Rigoletto und La Traviata (Verdi) in Hagen, Wozzeck (Berg) und Andrea Chénier (Giordano) in Innsbruck,  L’italiana in Algeri (Rossini) in Dortmund, Das Gesicht im Spiegel(Jörg Widmann) an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, Pique Dame(Tschaikowsky) in Erfurt, Tosca(Puccini) in Bremerhaven und L’Africaine (Meyerbeer) in Würzburg, Selma Jezková (Dancer in the dark -von Poul Ruders),La Bohème am Staatstheater in Schwerin, Don Quichotte von Massenet und Fidelioam Stadttheater Hagen, Gegen die Wand von Ludger Vollmer an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf sowie Cimarosas Der Operndirektor in Lübeck.2015/2016 inszenierte er Die lustigen Weiber von Windsor in Würzburg und Der Rosenkavalier in Hagen.Seit Oktober 2008 unterrichtet er szenische Gestaltung an der Hochschule für Künste in Bremen. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist Gregor Horres  Leiter des Oberösterreichischen Opernstudios am Landestheater Linz. Hier zeichnet er für die Regie zahlreicher Produktionen mit dem Oberösterreichischen Opernstudio, aber auch mit dem Musiktheaterensemble des Landestheaters Linz verantwortlich.

ELISABETH PEDROSS  –  BÜHNE

Elisabeth Pedross wurde in Südtirol / Italien geboren. Nach dem Bühnenbildstudium in Rom zog sie nach Deutschland um, wo sie seit 1994 als freischaffende Bühnenbildnerin arbeitet. Sie stattete zahlreiche Schauspielproduktionen u. a. für die Regisseure Stephan Kimmig, Marcus Mislin, Thilo Voggenreiter, Matthias Fontheim am Staatstheater Stuttgart, Maxim Gorki Theater Berlin, Schauspielhaus Graz, Staatstheater Mainz, Theater Luzern , dem Deutschen Theater Berlin, Theater St. Gallen, Stadttheater Augsburg aus, sowie Opernproduktionen u. a. für die Regisseure Christof Loy, Gerd Heinz, Ewa Teilmans und Philipp Himmelmann an der Oper Bonn, dem Theater Klagenfurt , Theater Freiburg, Opernhaus Graz, Stadttheater Aachen, Stadttheater Lübeck, der Oper Göteborg in Schweden, der Opera national de Lorraine in Nancy / Frankreich und der Staatsoper Hannover. Elisabeth Pedross wurde im Theater heute und der Opernwelt mehrfach als beste Bühnenbildnerin nominiert. Mit Gregor Horres verbindet sie eine enge Zusammenarbeit. Nach den Bühnenbildern für Leonard Evers Musiktheater für junges Publikum Gold!(2016/2017) und Alois Bröders Oper Unverhofftes Wiedersehen (2017/2018) zeichnet sie in der Spielzeit 2020/2021 für die Bühnenbilder von Heinrich Bertés  Dreimäderlhaus und Bellinis I Capuleti e i Montecchi verantwortlich.

YVONNE FORSTER – KOSTÜME

Nach ihrem Studium zur staatlich geprüften Modedesignerin war Yvonne Forster zunächst als Kostümassistentin am Theater Freiburg tätig und begann nach zwei Jahren mit eigenen Kostümausstattungen in Oper, Schauspiel und Tanz. Seit 1999 arbeitet sie als freischaffende Kostümbildnerin an verschiedenen Theatern in Deutschland, der Schweiz und in  Österreich, u. a. für die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf, die Staatsoper Hannover, das Theater Hagen, das Theater Lübeck, das Theater Freiburg, das Staatstheater Mannheim, das Schauspielhaus Salzburg sowie das Konzert Theater Bern. Mit den Regisseuren Cihan Inan, Gregor Horres, Gerd Heinz, Klaus Hemmerle, Norbert Hilchenbach u.v.a. verbindet sie eine langjährige Zusammenarbeit. Auch im Bereich Kinofilm ist sie tätig, der letzte Film, Zone Rouge kam im Herbst 2018 in die Kinos. Ein weiteres Standbein ist Yvonne Forsters langjährige und fortwährende Assistenz im Atelier des Künstlers Anselm Kiefer in Croissy in der Nähe von Paris.

JONATAN SALGADO ROMERO – VIDEO

Der spanische Tänzer Jonatan Salgado Romero strebt eine „Symbiose“ zwischen Bewegung und Bild an. Parallel zu seiner Tätigkeit als Tänzer am Landestheater Linz seit 2008, entwickelte er ein enormes Interesse für das Filmen, Schnitt und Regie. Seine Leidenschaft für Bewegung überträgt sich auch in seine Arbeit als Videofilmer.Er debütierte als Videomacher beim Tanzhafen Tanzkurzfilm Festival (2015) mit den zwei Kurztanzfilmen Der Kantinenweg und Making of Short Memory. 2019 war sein Video Kaplun-Miyazato bei der offiziellen Auswahl beim Crossing Europe Film Festival dabei. Derzeit arbeitet Jonatan Salgado Romero als Videomacher am Landestheater Linz und setzt seine selbständige Karriere mit Projekten wie Dokumentationen für das OÖ Kulturquartier, Werbevideos für Kunst Via und Linz Tourismus sowie Musikvideos für Künstler wie Sister Jones, Ariana Schirasi-Fard, Dramas und Anna Katt fort.

ILJA VAN DEN BOSCH – CHOREOGRAFIE

Ilja van den Bosch wurde in den Niederlanden geboren und erhielt ihre Ausbildung u. a. in ihrer Heimat am Königlichen Konservatorium in Den Haag. An der John Cranko Schule in Stuttgart schloss sie ihre Ausbildung ab, und ihr erstes Engagement führte sie ans Flensburger Ballett. Nach zwei Spielzeiten wechselte sie an das Ballett Vorpommern. Zu ihren wichtigsten Rollen zählen hier Chloë in Daphnis und Chloë und die Titelrolle in Coppélia. Mit der Saison 2005/2006 wurde sie Mitglied des Tanztheaterensembles am Tiroler Landestheater Innsbruck unter Ballettdirektor Jochen Ulrich und in der Spielzeit 2006/2007 wechselte sie als Tänzerin in das Ensemble des Landestheaters Linz, wo sie u. a. als Marie in Nussknacker und Mausekönig, Coppélia und Klara in Coppélia, Marzelline in Fidelio – Ein Ballett, Prinzessin Aurora in Dornröschen und Julia in Romeo und Julia zu erleben war. Sie tanzte bei internationalen Festivals und arbeitete mit verschiedenen Choreografen zusammen. Ilja van den Bosch ist außerdem ausgebildete und erfahrene Tanzpädagogin. In Zusammenarbeit mit dem u\hof: Theater für junges Publikum und MOVE.ON, der Orchesterwerkstatt des Bruckner Orchesters Linz, entstanden viele Choreografien (z. B. Integrationsprojekte, Konzerte für Kinder).

Mit passwort: klassik – Musikvermittlung der Wiener Philharmoniker erarbeitete sie Bilder einer Ausstellung von Modest Mussorgsky. Seit der Spielzeit 2013/2014 hat sie die künstlerische Leitung der Tanzakademie OÖ in Zusammenarbeit mit dem Landestheater Linz und dem OÖ. Landesmusikschulwerk inne.

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